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|208| Juden, die viel auf Ahnentafeln hielten – Jesus wurde nach den jüdischen Gesezen [Luc. 2,21.] acht Tage nach seiner Geburt beschnitten
[Luc. 2,41.] Von seiner Erziehung ist nichts bekannt, als daß er früh Spuren von einem nicht gemeinen Verstand [gezeigt], und Interesse an religiösen Gegenständen genommen habe, wie ein Beispiel davon angeführt wird, daß er sich in seinem 12te Jahre einst von seinen Eltern verlief, sie dadurch in grossen Kummer sezte, aber von ihnen im Tempel zu Jerusalem unter Priester gefunden wurde, die er durch die für sein Alter ungewöhnliche Kenntnisse und UrtheilungsVermögen in Verwunderung sezte – Von seiner fernern Bildung als Jüngling bis zu der Zeit da er selbst als gebildeter Mann und Lehrer auftratt, von der ganzen so höchst merkwürdigen Entwiklungsperiode bis zum 30sten Jahr sind nur folgende Nachrichten auf uns gekommen, daß [Luc. 3.] er in Bekanntschaft mit dem obengenannten Johannes kam, der sich den Taüfer [Matth. 3.] nannte, weil er die Gewohnheit hatte, diejenigen die seinen Aufruf sich zu bessern annahmen, zu taufen – Dieser Johannes fühlte den Beruf in sich, seine Landsleute auf höhere Zweke, als blossen Genuß, auf bessere Erwartungen, als die Widerherstellung des ehmaligen Glanzes des Jüdischen Reichs aufmerksam zu machen – der Ort wo er lehrte und sich aufhielt, war gewöhnlich eine abgelegene Gegend, seine sonstige Bedürfnisse sehr einfach, sein Kleid bestand in einem kamelhärnen Mantel mit einem ledernen Gürtel, seine Speise in Heuschreken, die in jenen Gegenden eßbar sind, und Honig von wilden Bienen. Von seiner Lehre ist im allgemeinen nur bekannt, daß er die Menschen zur Sinnesänderung [und] diese durch Thaten zu beweisen aufrief –2) und wenn, die welche zu ihm kamen, Reue über ihre bisherige Aufführung zeigten, so taufte er sie, eine symbolische Handlung, die nach der Ähnlichkeit des Abwaschens der Unreinigkeiten – auf die Ablegung einer verderbten Sinnesart hindeutete – So kam auch Jesus zu ihm, und lies sich von ihm taufen, doch scheint Johannes nicht eine Ehre dareingesezt zu haben, Jünger zu haben, und sie an sich zu knüpfen, denn als er in Jesus die grosse Anlagen entdekte, die er in der Folge bewies, so bezeugte er ihm, daß er nicht nöthig [habe] getauft zu werden, und wies auch andre an, sich an
2) Am Rande angeschlossen: daß die Juden, die wegen ihrer Abkunft von Abraham derselben nicht bedürften um der Gottheit wohlgefällig zu seyn, im Irrthum seyen
