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|229| was er hat, und jenen Aker kauft – oder mit einem Kaufmann der schöne Perlen sucht, – und eine sehr kostbare findet, für die alles verkauft, um Besizer derselben zu werden – oder mit einem Fischer, der in seinem Nez Fische aller Art gefangen hat, sie dann am Ufer ausliest, die guten in seine Gefässe legt, die schlechten aber hinauswirft – So werden in der grossen Erndtezeit gute und böse Menschen sich von einander unterscheiden, jene durch Belohnung die sie in der Ruhe finden, die die Tugend gibt, – diese durch Reue, Selbstanklage und Schaam.
In einer andern Rüksicht verglich er das Reich des Guten mit einem Senfkorn, das so klein ist, zu einer grossen Staude auf wächst, daß die Vögel darin nisten können – oder mit ein wenig gesaüerten Teig, der unter 3 Scheffel Mehl geknettet, die ganze Masse durchsaüert – Es geht mit dem Reiche des Guten, wie mit dem Saamen der in den Boden gesäet keiner weitern Mühe bedarf, er keimt, und treibt sich, ohne daß man es bemerkt; denn die Erde hat von Natur eine eigne Triebkraft, wodurch [Marc. 4,26 ss.] der Saame keimt, zu Halmen, aufschiest, und volle Aehren trägt
[Luc. 8,19-] Indeßen waren Anverwandte Jesu gekommen ihn zu besuchen, von der Menge Menschen, die ihn umgaben, konnten sie sich ihm nicht nähern, da man es Jesu sagte, antwortete er, Meine Brüder und Verwandte [sind] sie, die auf die Stimme der Gottheit hören, und ihr folgen.
[Luc. 8,22.] Auf die Nachricht von der Ermordung des Johannes lies er sich an das östliche [Matth. 14,13.] Ufer des Sees Tiberias überschiffen – hielt sich aber nur eine kurze Zeit unter den [- v. 37.] Gadarenern auf, und kehrte wieder nach Galiläa zurük.
[Luc. 9,] Seine 12 Apostel schikte Jesus um diese Zeit aus, um wie er, die Vorurtheile der Juden zu bestreiten, die stolz auf ihren Namen, und auf ihre Abstammung dieß, welches in ihren Augen ein großer Vorzug war, über den einzigen Werth sezten, den die Sittlichkeit dem Menschen gibt – Ihr braucht keine grossen Anstalten zu eurer Reise zu machen, sagte Jesus, euch durch irgend einen Aufwand anzukündigen – Wo man euch Gehör gibt, da haltet euch eine Zeitlang auf, – wer euch ungütig aufnimmt, dem dringt euch nicht auf, sondern verlasset den Ort gleich wieder, und sezt euren Weg weiters fort –
