System der Sittlichkeit

[S. 291]

|291| Geschlechter, daß sie ganz in ihm sind, daß es also absolut real und selbst für sich individuell und reell [ist]. Realisirt wird das Gefühl daß es die absolute Indifferenz der natürlichen Wesen ist, so daß in ihr keine Einseitigkeit, kein Mangel von irgend einem Umstande ist; die Einheit derselben ist darum unmittelbar reell, und weil sie nach der Natur selbst reell und getrennte sind, ihre Individualität nicht aufheben können, so ist die Realität ihrer Einheit ebenso ein eigenes reelles Wesen, und Individuum; in diesem vollkommen individualisirten und realisirten Gefühl, schauen die Eltern ihre Einheit als Realität an, sie sind es selbst und es ist ihre herausgebohrne sichtbare Identität und Mitte; die reale Vernünftigkeit der Natur, worin die Differenz der Geschlechter vollkommen vertilgt, und beyde in absoluter Einheit sind; lebendige Substanz.

β) die Anschauung unter den Begriff subsumirt ist die Mitte in der Differenz, oder es ist allein die Form, an welcher die reale Mitte ist, die Substanz aber ist todte Materie; die Mitte ist als solche ganz aüsserlich nach der Differenz des Begriffs, das innre ist reine leere Quantität. Diese Mitte ist das Werkzeug. Es ist weil in ihm die Form oder der Begriff das herrschende ist, der Natur entrissen, der die Mitte der Geschlechterliebe angehört, und in der Idealität, als dem Begriff angehörig; oder die absolute Realität, welche nach dem Wesen des Begriffs vorhanden ist. Im Begriffe ist die Identität unerfüllt leer, er zeigt nur die Extreme sich vernichtend; hier ist die Vernichtung gehemmt, die Leerheit ist real, und ebenso die Extreme fixirt. Nach einer Seite ist es subjectiv, in der Gewalt des arbeitenden Subjects, und ganz bestimmt durch dasselbe, zubereitet, und bearbeitet, nach der andern objectiv gegen den Gegenstand der Arbeit gerichtet. Durch diese Mitte hebt das Subject die Unmittelbarkeit des Vernichtens auf, denn die Arbeit als ein Vernichten der Anschauung ist ebenso eine Vernichtung des Subjects, eine Negation, blosse Quantitativität in ihm setzendes; Hand und Geist wird stumpf durch sie; d. h. sie nehmen selbst die Natur des negativen und formlosen an, sowie auf der andern Seite (denn das negative, die Differenz ist gedoppelt) die Arbeit ein schlechthin einzelnes subjectives ist. Im Werkzeug macht das Subject eine Mitte, zwischen sich und das Object, und diese Mitte ist die reale Vernünftigkeit der Arbeit; denn daß die Arbeit

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