[S. 318]
c.
Die Indifferenz oder Totalität dieser beyden Negationen geht auf die Indifferenz der Bestimmtheiten, oder das Leben, und ganze Persönlichkeit; und die Umkehrung, welche zweifelhafft gesetzt, und nicht einseitig ist, so daß das Verhältniß ganz bestimmt und gewiß auf einer Seite wäre, ist ebenso der Verlust der Persönlichkeit, durch Knechtschafft oder Tod. Weil die Negation nur eine Bestimmtheit seyn kann; so muß diese, daß das Ganze auf dem Spiel sey, zu einem Ganzen gesteigert werden. Aber dadurch daß sie persönlich ist, ist sie unmittelbar das Ganze; denn die Bestimmtheit gehört der Person an, welche die Indifferenz des Ganzen ist, und eine Besonderheit der Person negirt, ist nur eine Abstraction, denn in der Person ist sie absolut in die Indifferenz aufgenommen; es wird das Lebendige verletzt. Weil aber dieser Indifferenz die Abstraction der verletzten Besonderheit gegenüber steht, so ist durch das letztere auch jenes ideell gesetzt, und das Verletzte ist die Ehre. Durch die Ehre wird das einzelne zu einem Ganzen und persönlichen, und die scheinbare Negation von einzelnen allein ist die Verletzung des Ganzen, und so tritt der Kampf der ganzen Person gegen die ganze Person ein. Von der Gerechtigkeit der Veranlassung eines solchen Kampfs kann nicht die Rede seyn, so wie der Kampf als solcher eintritt, ist die Gerechtigkeit auf beiden [Seiten], denn es ist die Gleichheit der Gefahr gesetzt, und zwar der freysten, weil das Ganze auf dem Spiele steht. Die Veranlassung, d. h. die Bestimmtheit, welche als in die Indifferenz aufgenommen, und als persönlich gesetzt ist, ist schlechthin nichts an sich, und für sich, ebenweil sie nur etwas ist als persönlich; und als solches kann jedes auf absolut viele Weise gesetztes genommen werden; es ist darüber keine Ausschliessung und Gräntze zu setzen. Die Gewalt, oder vielmehr die Gewalt individualisirt gesetzt, die Stärke entscheidet die Subsumtion, und hier wo die ganze reale Persönlichkeit das Subject ist, muß unmittelbar das Verhältniß von Herrschafft und Knechtschafft eintreten, oder wenn die absolute Gleichheit, die Unmöglichkeit eines solchen differenten Verhältnisses vorausgesetzt ist, also die Unmöglichkeit daß eines das indifferente, das andere das differente sey, so ist im Kampfe als der absoluten Differenz und gegenseitigen Negation die Indifferenz zu erhalten, und der

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