System der Sittlichkeit

[S. 283]

|283| und also vernunftlose Identität, welches also auf absolute Vernichtung des Objects geht, und ebenso eine völlige Indifferenz des Subjects, für das sittliche ohne herausheben einer die entgegengesetzten in sich vereinigenden Mitte ist, also das Zurücknehmen des Anschauens in sich selbst nicht, also kein Erkennen seiner in demselben ist.

αα) das Bedürfniß ist hier eine absolute Einzelnheit, auf das Subject sich einschränckendes Gefühl, das ganz der Natur angehört, und dessen Mannichfaltigkeit und System zu begreiffen nicht hieher gehört. Essen, Trinken.

ββ. durch diese Differenz ist unmittelbar ein inneres und aüsseres gesetzt, und diß aüssere schlechthin bestimmt nach der Bestimmtheit des Gefühl (eßbares, trinkbares). Dieses aüssere hört hiedurch auf ein allgemeines, identisches, quantitatives zu seyn, und wird ein einzelnes besonderes; das Subject ungeachtet seines einzelnseyns in diesem Gefühl und dem in der Trennung gesetzten Verhältnisse, bleibt an sich ein indifferentes, es ist das allgemeine, die Potenz, das subsumirende; die Bestimmtheit welche das Object des Genusses in dieser Potenz erhält, ist völlig ideell, oder subjectiv; unmittelbar sein entgegengesetztes; die Bestimmtheit tritt nicht in die Objectivität der Anschauung, so daß für das Subject etwas entstünde, welches es erkennte, als Identität des subjectiven und objectiven; – oder diese Identität ist allein in das Individuum gesetzt, also wird das Object, da es rein ideell bestimmt ist, schlechthin vernichtet.

γγ) dieser Genuß, in welchem das Object rein ideell bestimmt ist, und ganz vernichtet wird, ist der rein sinnliche; die Sättigung, welche die Wiederherstellung der Indifferenz und Leerheit des Individuums ist, oder seiner blossen Möglichkeit, sittlich oder vernünftig zu seyn; er ist bloß negativ, weil er auf die absolute Einzelnheit desselben und hiemit auf das Vernichten des objectiven und allgemeinen geht. Aber der Genuß bleibt seinem Wesen nach praktisch, und unterscheidet sich von dem absoluten Selbstgefühl, dadurch daß er aus der Differenz herkommt, und insofern ein Bewußtseyn der Negativität des Objects, in ihm ist.

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