[S. 281]
|281| Die Befriedigung selbst ist nichts anders als daß der Begriff und die Anschauung Eins ist; sie ist also Totalität, lebendig, aber formell, weil eben diese Stuffe, auf der sie ist, selbst eine bestimmte ist; also das absolute Leben sowohl über ihr schwebt, als dasselbe ein inneres bleibt; es bleibt aber inneres, darum weil es nicht absoluter Begriff ist, also als innres Leben nicht zugleich unter der Form des Entgegengesetzten, aüssern vorhanden ist; und ebendarum ist es nicht absolute Anschauung weil es nicht in dem Verhältnisse, als solches, für das Subject vorhanden also auch seine Identität nicht die absolute seyn kann.
A.
Die erste Potenz ist die natürliche Sittlichkeit als Anschauung; die völlige Differenzlosigkeit derselben, oder das subsumirtseyn des Begriffs unter die Anschauung; also die eigentliche Natur.
Aber das sittliche ist an und für sich seinem Wesen nach, ein Zurücknehmen der Differenz in sich, die Reconstruction; die Identität geht von Differenz auf, ist ihrem Wesen nach negativ; daß sie diß seye, geht vorher, daß dasjenige was sie vernichtet sey. Es ist also auch diese sittliche Natürlichkeit eine Enthüllung, ein Auftreten des allgemeinen gegen das Besondere, aber so daß dieses Auftreten selbst völlig ein besonderes, das identische, die absolute Quantität ganz verborgen bleibt; diese Anschauung ist als so ganz versenkt in das einzelne Gefühl; und wir wollen diß die praktische Potenz nennen.
Das Wesen derselben ist, daß das Gefühl (nicht das, was man das sittliche Gefühl nennt) ein ganz einzelnes und besonderes, aber als solches getrennt sey, eine Differenz, die nicht anders aufzuheben ist, als durch ihre Negation, die der Trennung in subjectives und objectives, welches Aufgehobenseyn selbst eine vollkommene Einzelnheit und differenzlose Identität ist.
Das Gefühl der Trennung ist das Bedürfniß; das Gefühl als Aufgehobenseyn derselben der Genuß.
Der unterscheidende Charakter als Potenz ist, daß das Gefühl im besondern ist,

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