System der Sittlichkeit

[S. 304]

|304| Der Überfluß in die Indifferenz gesetzt, als allgemeines, und Möglichkeit aller Bedürfnisse, ist das Geld; so wie die Arbeit die auf Überfluß geht, und mechanisch einförmig zugleich auf die Möglichkeit des allgemeinen Tausches, und des Erwerbs aller Nothwendigkeiten geht. Wie das Geld das allgemeine, die Abstraction derselben ist, und sie alle vermittelt, so ist der Handel diese Vermittlung als Thätigkeit gesetzt, welcher Überfluß gegen Überfluß eintauscht.

β. die Anschauung aber dieser Totalität, jedoch derselben als Einzelnheit, ist das Individuum als die Indifferenz aller Bestimmtheiten, und wie es sich als solche als Totalität darstellt.

א. formell, in der Einfachheit, oder Anschauung ist das Individuum, Indifferenz aller Bestimmtheiten, und als solches ein formal lebendiges; und wird als solches anerkannt; wie vorhin nur als, einzelne Dinge besitzendes, so hier als im Ganzen für sich seyendes; aber weil das Individuum als solches schlechthin Eins mit dem Leben ist, nicht bloß im Verhältniß mit ihm, so kann nicht, wie von den andern Dingen, als mit denen es nur im Verhältniß ist, vom Leben gesagt werden, daß das Individuum es besitze; diß hat nur Sinn insofern das Individuum, nicht ein solches, sondern ein absolut ganzes System ist; also seine Einzelnheit und das Leben wie ein Ding, als etwas besonderes gesetzt ist. Das Anerkennen dieses formalen lebendigseyn, ist wie das anerkennen, und die empirische Anschauung überhaupt, eine formale Idealität; das Leben ist die höchste Indifferenz des Einzelnen, aber es ist zugleich schlechthin etwas formelles, insofern es die leere Einheit der einzelnen Bestimmtheiten ist, und keine Totalität und aus der Differenz sich reconstruirende Ganzheit damit gesetzt ist. Als das absolut formelle ist es ebendarum auch die absolute Subjectivität, oder der absolute Begriff, und das Individuum unter dieser absoluten Abstraction betrachtet die Person. Das Leben des Individuums, ist die aufs höchste gesteigerte Abstraction seiner Anschauung; die Person aber der reine Begriff desselben, und zwar ist dieser Begriff, der absolute Begriff selbst. In diesem Anerkennen des Lebens, oder in dem Denken des andern, als absoluten Begriffs ist er als freyes Wesen, als Möglichkeit, das Gegentheil seiner selbst in Bezug auf eine Bestimmtheit, zu seyn; und am einzelnen als solchem ist nichts, was nicht als

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