[S. 349]
|349| Begriff, und insofern der Begriff die Anschauung subsumirt. Aber weil das sich bewegende wesentlich organisch ist, so [ist] diese Unterscheidung durchaus formal; die Anschauung welche den Begriff subsumirt, ist selbst absoluter Begriff; der Begriff, der die Anschauung [subsumirt] ist selbst absolute Anschauung. Die Erscheinung dieser Form dieses Gegensatzes ist ausser dem organischen selbst, er ist in der Reflexion über die Bewegung. Für das organische selbst ist er so gesetzt, daß es, insofern der Begriff als das subsumirende erscheint, als Individuum, als für sich ein Einzelwesen, gegen andere Völkerindividuen als Einzelwesen gesetzt ist; insofern die Anschauung das subsumirende ist, also reell wahrhafft subsumirt wird, das an sich allgemeine das bestimmende des besondern ist, dieses in sich vernichtet, insofern ist das Volk, die Totalität gegen ihr eigenes, inneres besonderes gerichtet; ihr eigen ist diß besondere, weil hier das allgemeine als das An sich gesetzt ist.
Diese Trennung ist, wie gesagt, eine formelle; die Bewegung selbst ist nichts als ein Wechsel dieser beyden Subsumtionen; von der Subsumtion unter den Begriff, worin die entgegengesetzten einzelne sind, erhebt sich die Indifferenz und ideell schaut sie das einzelne, hiemit ausser dem organischen gesetzte, als ihr eigenes aber selbst noch in der Form der Besonderheit an; bis sie es auch reell als sich selbst anschaut, oder die absolute Identität sich reconstruirt.
Das Subsumirtseyn unter den Begriff wäre die Abstraction des Verhältnisses zu fremden Völkern, als Individuen gegeneinander; aber der organische Proceß ist unmittelbar ein ideelles Aufheben dieser Differenz; oder die Bestimmtheit wird unmittelbar die eigene des Volks, eine Differenz in ihm selbst, und die lebendige Bewegung hebt sie absolut auf; es kann also kein absoluter Eintheilungsgrund [seyn], die innere Regierung, und die nach aussen; keines ist ein im allgemeinen begriffenes, untergeordnetes, aber zugleich für sich seyendes organisches System; sondern die Momente der absoluten Anschauung müssen, daß sie als organisch erkannt werden, selbst Systeme seyn, in welchen jene Formen von aussen und innen untergeordnet sind; jene Momente müssen, daß sie Systeme seyn, die Differenz ganz von aussen, in der Reflexion haben, an sich aber die absolute Identität in sich selbst, nicht so daß diese als solche, sondern nur als Form über ihnen schwebte.

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