System der Sittlichkeit

[S. 335]

|335| Tugenden, sich vertreibend und der empirischen Zufälligkeit überlassen. Aber das Bedürfniß und der Gebrauch der Dinge ist für die Realität der Sittlichkeit oder den Stand eine absolute Nothwendigkeit, die sich an seine Fersen hängt, aber nicht in ihrer, oben dargestellten Form in ihrem auseinandergehalten seyn an ihn hängen darf; denn seine Arbeit darf nur eine allgemeine seyn, aber die Arbeit für das Bedürfniß wäre eine einzelne. Die Befriedigung des Bedürfnisses selbst ist zwar selbst auch schlechthin eine Besonderheit; aber auch nichts als die Befriedigung desselben, oder die reine praktische Besonderheit soll hier Vorkommen; denn sie ist als solche reine Vernichtung des Objects, absolute Negation, aber keine Vermischung des Ideellen mit ihm, und [nicht] die Ausdehnung der Consequenzen dieser Vermischung; kein theilweises Setzen der Intelligenz in das Object, nichts praktisches, kein Bilden eines unlebendigen, dessen Resultat doch die Vernichtung wäre; sondern die Arbeit kann keine andere, als die des Krieges seyn, oder ein Bilden für diese Arbeit; denn die unmittelbare Thätigkeit im Volke ist keine Arbeit, sondern in sich organisch und absolut. Wenn sie nun keine Beziehung auf das Bedürfniß haben, und diß doch nicht ohne Arbeit befriedigt werden kann, so ist nothwendig, daß die Arbeit durch die andern Stände geschähe, und das für das Bedürfniß zubereitete und verfertigte ihm geliefert werde, und ihm nur die unmittelbare Vernichtung im Genusse übrig bleibt. Aber diß Verhältniß dieses Standes zu den zwey andern ist ein Verhältniß der bestehenden Realität selbst in die Indifferenz, nach der möglichen Form aufzunehmen; diese ist hier die Gleichheit; und da es seinem Innhalt nach eine Nützlichkeit der andern Stände für den ersten ist, so daß jene diesem etwas liefern, was ihm nothwendig ist, und er fremdes Gut und Erwerb zu seinem eigenen macht, so muß er nach der Gleichheit den andern wieder nützlich seyn. Diß ist er aber auf die höchste Weise, und dann auf die ihrige; die Beziehung der Nützlichkeit nach ihrem Innhalt ist theils die des Unterschiedes beyder, nach welcher er die absolute Macht für sie ist, theils der Gleichheit, nach welcher er im negativen, also auf ihre immanente Weise für sie ist. Jene erste Nützlichkeit ist daß er die absolute reale sittliche Gestalt ist, und also für sie das Bild des sich bewegenden und seyenden Absoluten; die höchste reale Anschauung, welche die sittliche Natur verlangt; diese Stände bleiben ihrer Natur nach bey diesem Anschauen stehen, sie

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