System der Sittlichkeit

[S. 307]

|307| Besondern schwebende entgegengesetzte, ist, oder eine innere; nemlich, welche unter die Anschauung der Besonderheit, die Individualität als solche subsumirt ist, also als Natur erscheint; nicht als eine einen Gegensatz unterjochende Identität, oder als sittliche Natur, in welcher jener Gegensatz gleichfalls aufgehoben seyn wird, aber so daß die Besonderheit und Individualität das subsumirte wird.

Diese Indifferenz des Herrschafft- und Knechtschafftsverhältnisses, in welcher also die Persönlichkeit und die Abstraction des Lebens absolut eins und dieselbe ist, und diß Verhältniß nur das aüssere erscheinende, ist die Familie: In ihr ist die Totalität der Natur, und alles bisherige vereinigt, die ganze bisherige Besonderheit ist in ihr ins allgemeine versetzt; sie ist die Identität α) der aüssern Bedürfnisse, β) des Geschlechtsverhältnisses; der natürlichen an den Individuen selbst gesetzten Differenz, und γ) des Verhältnisses von Eltern zu Kindern, oder der natürlichen herausgetretenen, aber als Natur seyenden Vernunft.

α) um des absoluten natürlichen Einsseyns des Mannes, des Weibs, und des Kinds willen, worin der Gegensatz der Persönlichkeit und des Subjects aufhört, ist der Überfluß nicht ein Eigenthum des einen; denn die Indifferenz ist nicht formal nach dem Rechte; es fällt also auch aller Vertrag, über Eigenthum, Dienstleistung und dergleichen hinweg; denn alles diß gründet sich auf die Voraussetzung eigener Persönlichkeit; sondern der Überfluß, Arbeit, Eigenthum ist absolut gemeinschafftlich, an und für sich, und beym Tode des einen, ist nicht ein Übergang von einem an einen fremden, sondern nur die Theilnahme des Verstorbenen am gemeinschafftlichen Eigenthum hört auf.

Die Differenz ist die oberflächliche der Herrschafft; der Mann ist der Herr, und Verwalter; nicht Eigenthümer im Gegensatz gegen die andern Mitglieder der Familie; als Verwalter hat er nur den Schein der freyen Disposition. Die Arbeit ist ebenso nach der Natur eines jeden Gliedes vertheilt; aber ihr Product gemeinschafftlich; jedes arbeitet eben durch diese Vertheilung, einen Überfluß aus, aber nicht als sein Eigenthum; der Übergang ist kein Tausch, sondern es ist unmittelbar an und für sich selbst gemeinschafftlich.

β. Das Verhältniß des Geschlechts, des Weibs zum Mann, wird ebenso nach seiner Weise indifferentiirt; daß sie nach der Bestimmtheit der Persönlichkeit, d. h. nach

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