System der Sittlichkeit

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|331| Empfindung, ohne Subjectivität; so wenig als sie auf Besitz und Erwerb Beziehung hat, sondern mit ihr selbst hört ihr Zweck auf, und ihr Product. Dieser Krieg ist nicht Krieg von Familien gegen Familien, sondern von Völkern gegen Völker, und damit ist der Haß selbst indifferentiirt, von aller Persönlichkeit frey; der Tod geht ins allgemeine hinein, wie er aus dem allgemeinen kommt, und ist ohne Zorn, der sich zuweilen schafft, so wie er sich auch aufhebt; das Schießgewehr ist die Erfindung des allgemeinen indifferenten, unpersönlichen Todes; und es ist die Nationalehre das treibende, nicht das verletztseyn eines Einzelnen, sondern die Verletzung, welche die Veranlassung des Krieges ist, kommt ganz in der Indifferenz der Ehre an jedes Individuum.

b. relative Sittlichkeit, welche sich auf Verhältnisse bezieht, und sich nicht in ihnen frey organisirt und bewegt, sondern die Bestimmtheit, welche in ihnen ist, bestehen läßt, aber sie zur Gleichheit mit der entgegengesetzten bringt, nemlich zu einer oberflächlichen, theilweisen, die nur im Begriff ist. Diese Form der Sittlichkeit schafft also Recht, und ist Rechtschaffenheit. Da wo sie handelt, oder real wird, hält sie am Recht, daß jedem das seinige zukomme, [fest] und zwar nicht nach geschriebenen Gesetzen, sondern sie nimmt das ganze des Falles, und spricht nach der Billigkeit, wenn das Recht nicht entschieden ist, sonst muß sie sich an dieses halten; in der Billigkeit aber mildert sie nach dringenden Bedürfnissen, für empirische Umstände der Noth, einer verzeyhlich genannten Unwissenheit, einem subjectiven Zutrauen, das objective des Rechts; ihre Totalität ist die empirische Existenz des einzelnen, deren Erhaltung sie an sich und andern sich angelegen seyn läßt. Die Rechtschaffenheit sorgt für die Familie nach dem Stand, den diese hat; so für die Mitbürger, hilfft der einzelnen Noth ab; erzürnt sich über schlechte Handlung. Das allgemeine, das absolute der Sittlichkeit, und wie dieses in seiner Realität seyn und die Realität unterworfen werden müßte, ist für die Rechtschaffenheit ein Gedanke; ihr höchster Schwung ist hierüber mancherley Gedanken zu haben; aber ihre Vernunft zugleich, daß sie einsieht, wie der empirische Zustand verändert werden würde, und dieser liegt ihr zu nahe am Herzen, als daß sie ihm etwas geschehen lassen sollte; ihre Vernunft ist also einzusehen, daß die absolute Sittlichkeit ein Gedanken bleiben muß.

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