[S. 320]
|320| αα) die rohe Totalität, die absolute Indifferenz der Negation, ohne Verhältniß und Idealität ist die Verwandlung der Bestimmtheit in Persönlichkeit, und das unmittelbare Setzen der Realität der Negation, oder der einfache Mord; er schließt das Anerkennen dieses Verhältnisses, das Wissen des andern um dasselbe aus; läßt die Gleichheit der Gefahr nicht vorangehen, so wie die Beleidigung der Materie nach völlig ungleich ist.
ββ. die zweyte Potenz muß die formale Indifferenz seyn, nach welcher das Subsumiren und die Umkehrung nach dem Gesetz der Gleichheit ist, aber so daß diese Gleichheit, als Form, als Bewußtseyn, über der Entgegensetzung der Individuen schwebt, nicht ein Bewußtseyn und Anerkennen derselben, also die Form der Gleichheit fehlt, und die Gleichheit der Gefahr; denn die Gefahr ist nichts anderes, als die werdende Negation, aber das Wissen um dieselbe, die Indifferenz ist hier nicht in ihr, sondern ist nur material; das Verhältniß ist unter den Begriff subsumirt. In dieser Gleichheit ist die wahrhaffte reale Umkehrung der Subsumtion, und sie ist die Rache; dasjenige was getödtet worden ist, muß die Umkehrung selbst machen; aber als getödtetes ist [es] nur ein ideelles; es kann aus seinem Leben, welches sein Blut ist, nur sein Geist rächend emporsteigen, und entweder dieser den Mörder so lange herumjagen, bis auf welche Weise es sey, dieser sich eine Realität gegenüberstelle, und selbst dem Geiste des erschlagenen einen Körper verschaffe, der, weil er nicht mehr dieselbe aüssere Erscheinung des Erschlagenen ist, als ein allgemeineres überhaupt erscheint, und der Geist als Schicksal sich seine Rache verschafft. – Oder aber [es] ist die eigene, dem Geiste angehörige reale Lebendigkeit geblieben; er hat seinen Leib behalten, und der Mord hat nur ein einzelnes Glied und Organ umgebracht, so nimmt dieser noch lebendige Leib, die Familie die Rache auf sich. – Die Rache ist das absolute Verhältniß gegen den Mord, und den einzelnen Mörder; sie ist nichts anders als die Umkehrung dessen, was der Mörder gesetzt hat; dieses läßt sich auf keine andere Weise aufheben, und vernünftig machen; es kann nicht davon abstrahirt werden; denn es ist eine Wirklichkeit gesetzt, die als solche ihr Recht haben muß, daß nemlich nach der Vernunft das Gegentheil des aufgestellten aufgestellt werde; die Bestimmtheit des Verhältnisses

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