System der Sittlichkeit

[S. 332]

|332| In Beziehung auf das negative, und die Aufopferung opfert sie von ihrem Erwerb sowohl fürs allgemeine nach einem Begriff, dem Volke in den Abgaben auf nach der Gleichheit der Gerechtigkeit, als im besondern für die Armen und Leidenden. Aber weder den ganzen Besitz noch das Leben darf sie hingeben, denn die Einzelnheit ist in ihr fixirt, also die Person und das Leben nicht nur ein unendliches sondern ein absolutes; sie kann also nicht tapfer seyn; ebenso wenig als sie die ganze Reihe der Tugenden durchzugehen vermag; oder als Tugend sich nur für den Moment organisiren; denn die Tugend ist selbst für den Moment ohne Zwek und Beziehung auf eine andere Totalität als sie in sich selbst hat; die empirische Totalität der Existenz setzt der Uneigennützigkeit und der Aufopferung ihre bestimmte Gräntze, und muß unter der Herrschafft des Verstandes stehen.

c. das Zutrauen ist in der Identität des ersten und der Differenz des zweyten; so daß jene Identität der absoluten Sittlichkeit eine eingehüllte nicht zugleich in den Begriff aufgenommene und ausgebildete Anschauung ist, und daher dieselbe in der Form ihrer Intellectualität ausser ihr liegt. Für das derbe gediegene der Anschauung, welches der Erkenntniß und der Form, also ebenso zum Handeln des Verstandes entbehrt, ist ebendieselbe Anschauung ausgebildet eine Macht, gegen welche es different ist, aber zugleich mistrauisch, weil die Einzelnheit, in welcher sie an es kommt, sie ums Ganze zu bringen scheinen kann, und die Identität der absoluten Anschauung, und der Form, als einzelnes Mittel ihr nicht einleuchten kann; es ist nicht durch Verstand, denn durch dieses fürchtet es, wie billig, betrogen zu werden, daß es in Bewegung zu setzen, sondern durch Ganzheit des Zutrauens und der Nothwendigkeit, durch aüsserliches, ebenso auf das Ganze gehendes, Antreiben. So elementarisch seine sittliche Anschauung ist, so ist auch seine Arbeit, sie kommt nicht aus dem Verstand, noch ist sie in der Vereinzelung der Rechtschaffenheit; sondern ist ganz und derb, und geht nicht auf Vernichtung und Tod des Objects, sondern läßt das Nützliche durch die Natur thun und hervorbringen. Ebenso wird

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