Der Geist des Christentums und sein Schicksal (1798–1800)

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V. 31-32: Ehescheidung; Aufhebung der Liebe, seiner Freundschaft gegen ein Weib, in der sie noch ist, macht sie sich selbst ungetreu werden und sündigen, und die Beobachtung der rechtlichen Pflichten und Dezenz ist eine elende Beschönigung, eine neue Härte bei dieser Verletzung ihrer Liebe.

V. 33-37: bist du wahrhaftig, so brauchst du den Zusammenhang zwischen deiner Rede und der Tat oder Gedanken nicht an ein Fremdes zu knüpfen, in die Hand eines Fremden zu legen, ihn als Herrn dieses Zusammenhangs zu erklären – du selbst bist über alle fremde Macht erhaben. Das Gesetz, nicht falsch zu schwören, Gott aber zur Macht über sein Wort zu machen, ist durch die Wahrhaftigkeit erfüllt, und zugleich ist sie darüber erhaben.

V. 38-42: Gerechtigkeit – gänzliche Erhebung über die Sphäre des Rechts oder Unrechts durch Aufhebung allen Eigentums.

V. 43 ff.: Zusammenfassung des Ganzen.

6, 1-4: Almosen nicht vor den Leuten, nicht vor dir selbst.

V. 5-15: Gebet; auch hier sei nur das Beten rein; mischet nichts Fremdes ein, gesehen zu werden; sondern betet in eurem Kämmerlein, und ein solches einsames und einzelnes Gebet ist das Vaterunser. Es ist nicht das Gebet eines Volks zu seinem Gotte, sondern das Gebet eines Isolierten, Unsicheren, Ungewissen. Dein Reich komme, dein Name werde geheiligt; der Wunsch eines Einzelnen und ein Volk kann nicht wünschen: dein Wille geschehe, ein Volk von Ehre und Stolz tut seinen eigenen Willen und weiß von keinem anderen als einem feindlichen – der Einzelne kann den Willen Gottes und den allgemeinen entgegengesetzt sehen. Gib uns heute unser usw. – eine Bitte der stillen Einfalt, die im Munde eines Volks nicht paßte, das sich seiner Herrschaft über die Nahrungsmittel bewußt ist oder unmöglich nur den Gedanken an die Speise eines Tages haben kann, sondern wohl um Gedeihen des Ganzen, um freundliche Natur beten kann; beten ist nicht bitten; vergib uns – auch ein Gebet des Einzelnen; Nationen sind Getrennte Abgesonderte, es ist nicht gedenkbar, wie sie einer anderen Nation verzeihen sollen; es könnte nicht durch eine Vereinigung, sondern durch das Gefühl der Gleichheit oder des Übergewichts der Macht, Furcht geschehen. – Das Bewußtsein eigener Sünden, diese Reflexion kann sie nur durch Schmerz erhalten; denn sie kann ihren Willen nicht unter einem Gesetz anerkennen. Aber der Einzelne kann beten, soviel Liebe ich habe, soviel möge ich erfahren.

V. 16-18: Fasten; wie beim Beten und Almosengeben nichts Fremdes einmischen.

V. 20-34: sich nicht zerstreuen und das Ganze nicht in Sorgen und Abhängigkeit verlieren; solche partiellen Dinge, Bedürfnisse,

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