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|280| eine Familie, die ihre Laren, eine Nation, die ihren National-Gott verehrt, hat sich zwar auch isoliert, das Einige geteilt und aus ihrem Teile die übrigen ausgeschlossen, aber sie läßt dabei zugleich andere Teile zu und hat nicht das Unermeßliche sich vorbehalten und alles daraus verbannt, sondern räumt den anderen mit sich gleiche Rechte ein und erkennt die Laren und Götter der anderen als Laren und Götter an; dahingegen in Abrahams und seiner Nachkommen eifersüchtigem Gotte die entsetzliche Forderung lag, daß er allein und diese Nation die einzige sei, die einen Gott habe.
Wo es aber seinen Nachkommen vergönnt wurde, daß ihre Wirklichkeit von ihrem Ideal weniger getrennt war, so sie selbst mächtig genug waren, ihre Idee der Einheit zu realisieren, da herrschten sie denn auch ohne Schonung mit der empörendsten, härtesten, alles Leben vertilgendsten Tyrannei; denn nur über dem Tode schwebt die Einheit. So rächten die Söhne Jakobs die Beleidigung ihrer Schwester, die die Sichemiten mit beispielloser Gutmütigkeit wieder gutzumachen suchten, mit satanischer Abscheulichkeit; ein Fremdes hatte sich in ihre Familie gemischt, sich mit ihnen in Verbindung setzen und so ihre Absonderung stören wollen. Außer der unendlichen Einheit, an der außer ihnen, den Lieblingen, nichts teilhaben kann, ist alles Materie – das Haupt der Gorgo verwandelte alles in Stein -, ein lieb- und rechtloser Stoff, ein Verfluchtes, das denn, sobald die Kraft dazu da ist, auch so behandelt, ihm, das sich regen wollte, seine Stelle angewiesen wird.
Als Joseph in Ägypten Gewalt bekam, führte er die politische Hierarchie [ein], in der alle Ägypter zum Könige das Verhältnis erhielten, in dem in seiner Idee alles zu seinem Gotte stand, – er realisierte seine Gottheit. Durch das Getreide, das sie ihm selbst verehrt hatten und mit dem er sie nun in der Hungersnot speiste, brachte er alles ihr
