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|314| Reichtum, Nahrung, Kleidung bringen Bestimmtheit in den Menschen, die ihn objektiv des reinen Lebens unfähig machen.
7, 1-5: richten über andere, sie einer Regel unterwerfen im Urteil, die Tyrannei in Gedanken.
V. 7-12: die Vereinigung der Menschen in Bitten und Geben.
V. 13 ff.: allgemeines Bild des vollendeten Menschen.
Matth. 12, 31 f.: Wer den Menschen lästert, der lästert das Einzelne, den Besonderen; wer aber den heiligen Geist lästert, lästert die Natur und ist unfähig, Sündenvergebung zu erlangen; denn er ist unfähig, mit dem Ganzen sich zu vereinigen; er bleibt isoliert und ausgeschlossen; eine solche Sünde kommt aus der Fülle des Herzens und zeigt seine Zerstörung, seine Zerrüttung; seine Unheiligkeit ist des Heiligen unfähig, das er gelästert hat; und das Heilige, nach Trennung und Vereinigung betrachtet, ist die Liebe. Ein Zeichen könnte euch etwa erschüttern – aber der ausgetriebene Geist kommt mit sieben anderen zurück, und der Mensch wird zerrütteter als vorher.
Zu C. Religion.
Matth. 18, 1-10: Der größte ἐν τῃ βασιλείᾳ των σὐϱανων [ist,] der den Kindern am nächsten kommt; ihre Engel (V. 10) im Himmel sehen beständig das Angesicht des Vaters, der im Himmel ist. Unter den Engeln der Kinder können keine objektiven Wesen verstanden werden, denn auch von den Engeln der anderen Menschen (um in diesem Ton zu sprechen) müßte gedacht werden, daß sie Gott anschauen. Ihre unentwickelte Einigkeit, das Bewußtlose, ihr Sein und Leben in Gott, in einer Gestalt vorgestellt; dann ist auch diese wieder substantialisiert, isoliert, ihre Beziehung auf Gott eine ewige Anschauung desselben. Um den Geist, das Göttliche außer der Form dieser Beschränkung und die Gemeinschaft dieses beschränkten Lebendigen zu bezeichnen, setzt Platon das reine Leben und das Beschränkte in eine Verschiedenheit der Zeit, er läßt die reinen Geister vorhin ganz in der Anschauung des Göttlichen gelebt haben und sie im Erdenleben dieselben sein, nur mit verdunkeltem Bewußtsein jenes Himmlischen. Auf eine andere Art bezeichnet Jesus die Natur, das Göttliche des Kindes-Geistes als Engel, die immer im Anschauen Gottes leben; auch in dieser Form sind sie nicht als Gott, sondern als Söhne Gottes, als Besondere dargestellt. Die Entgegensetzung des Anschauenden gegen das Angeschaute, daß sie entgegengesetzt sind, ein Subjekt und ein Objekt, fällt in der Anschauung selbst weg – ihre Verschiedenheit ist nur die Möglichkeit der Trennung; ein Mensch, der die Sonne immer anschaute, wäre nur ein Gefühl des Lichts, das Gefühl als Wesen. Der ganz in der Anschauung eines anderen
