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|315| Menschen lebte, wäre dieser andere selbst, nur mit der Möglichkeit eines Anderseins. Unmittelbar ist damit in Verbindung gesetzt, – denn ὁ υἱὸς ἀνϑϱώπου ἡλϑε σωσαι τὸ ἀπολωλός [18, 11] – das Gebot, sich zu versöhnen, Entzweiung aufzuheben und einig zu werden; diese Einigkeit ist das Anschauen Gottes, das Werden wie Kinder. Wenn der Beleidiger nicht auf die Gemeine hört, so sei er als Heide und Zöllner; wer sich absondert, die versuchte Vereinigung verschmäht, fest dagegen hält …
Ferner V. 19 stellt Jesus diese Einigkeit in einer anderen Form dar: wenn zwei über etwas einig sind und ihr bittet darum, so wird es euch der Vater gewähren. Die Ausdrücke bitten, gewähren sind so gemein geworden und werden …
D. Geschichte – die Form, wie er als einzelner gegen einzelne und einzelne gegen ihn stehen, Ausbreitung seiner Lehre.
Der Anfang seines Predigens. Matth. 4, 17, ebd. 19: Anwerbung Simons und anderer.
V. 22: in beiden Fällen das Verzichttun auf das Gewebe menschlicher Verhältnisse und Bedürfnisse – Trennung von ihrem Leben. Aber nicht Absonderung von Zöllnern und Sündern, Matth. 9, 11.
Zustand des jüdischen Volks, wie Schafe ohne Hirten: 9, 36.
Zu den Pharisäern 16, 3: könnt ihr nicht die Zeichen der Zeit beurteilen?
Ausschickung der Zwölfe Matth. 10. Ihre Instruktion. Predigt: ἤγγιϰεν ἡ βασιλεία των σὐϱανων [10, 7] – das übrige alles negativ, sorgt nicht für Reisebedürfnisse; seht, wo ihr Würdige findet; wenn das Haus würdig ist, so komme euer Gruß (εἰϱήνη, er befahl vorher ein Haus zu grüßen) über es; wo nicht, so kehre er zu euch selbst zurück – der Gruß ist in beiden Fällen dasselbe, es kommt auf die Würdigkeit des Hauses an, ob er als Wort in ihm erhallt oder dieselbe Fülle ihm in den Gemütern anschlägt, mit der er gegeben ist; sonst kehrt er zu euch zurück; ihr habt den Frieden nicht verschwendet, er hört sich in euch. Also kein Belehren und Behandeln und Dressieren, Haß der Welt, Verfolgung; der Geist wird aus euch sprechen, seid nicht bekümmert, was ihr sagen wollt. Furchtlosigkeit, teils wegen eigenen Leidens, teils wegen der Zerrüttung, die ihre Sendung der Welt bringen wird.
V. 41: Wer einen Propheten als Propheten (εἰς ὄνομα πϱοϕήτου) aufnimmt, wem ein Prophet ein Prophet ist – einen Gerechten als Gerechten, einen Jünger als solchen, der hat den Lohn, den Wert eines Propheten; wie der Mensch den Menschen auffaßt, so ist er selbst.
Unwillen über die Art der Aufnahme seiner Lehren von seinem
