[S. 274]
Manuskripte aus Frankfurt (1798–1800), zu Lebzeiten nicht veröffentlicht; den Titel haben die Herausgeber gegeben. Text nach der Werkausgabe (Bd. 1), die der Erstausgabe der „Theologischen Jugendschriften“ (1907) folgt: der Geist des Judentums, das Grundkonzept und der Geist des Christentums. Überschriften in eckigen Klammern stammen von den Herausgebern.
Druckfassung (PDF): zum Ausdrucken und Mitnehmen – jede Seite der PDF enthält genau eine Druckseite, dazu ein breiter Rand für eigene Notizen.
Die Zahlen zwischen senkrechten Strichen, etwa |93|, markieren den Beginn einer Seite der gedruckten Ausgabe; so findet man die Stelle im eigenen Buch wieder.
In den Anmerkungen steht „Werkausgabe:“ vor Hinweisen der Herausgeber, „Fußnote Hegels.“ vor Hegels eigenen Anmerkungen und „Im Manuskript gestrichen:“ vor Text, den Hegel selbst gestrichen hat.
Querverweis: Voraus geht Die Positivität der christlichen Religion. Hier entwickelt Hegel an Liebe, Strafe und Schicksal Gedanken, die in den Grundlinien wiederkehren: die Liebe als Bestimmung der Familie (§ 158), Strafe als Wiederherstellung des Rechts (§ 99–§ 101), die Kritik des bloßen Sollens (§ 135). Die Stellen sind im Text als Querverweis vermerkt.
Seite für Seite: Jede Webseite enthält genau eine Druckseite. Webseite 1 ist S. 274, Webseite 2 ist S. 275 usw.; die Webseite zu einer Druckseite hat also die Nummer „Druckseite minus 273“. Die Seitenzahl steht oben auf jeder Webseite in eckigen Klammern. Die erste und die letzte Seite sind nur zum Teil abgedruckt, weil der Text dort mitten auf der Seite beginnt oder endet.
Seite finden:
274 · 275 · 276 · 277 · 278 · 279 · 280
281 · 282 · 283 · 284 · 285 · 286 · 287 · 288 · 289 · 290
291 · 292 · 293 · 294 · 295 · 296 · 297 · 298 · 299 · 300
301 · 302 · 303 · 304 · 305 · 306 · 307 · 308 · 309 · 310
311 · 312 · 313 · 314 · 315 · 316 · 317 · 318 · 319 · 320
321 · 322 · 323 · 324 · 325 · 326 · 327 · 328 · 329 · 330
331 · 332 · 333 · 334 · 335 · 336 · 337 · 338 · 339 · 340
341 · 342 · 343 · 344 · 345 · 346 · 347 · 348 · 349 · 350
351 · 352 · 353 · 354 · 355 · 356 · 357 · 358 · 359 · 360
361 · 362 · 363 · 364 · 365 · 366 · 367 · 368 · 369 · 370
371 · 372 · 373 · 374 · 375 · 376 · 377 · 378 · 379 · 380
381 · 382 · 383 · 384 · 385 · 386 · 387 · 388 · 389 · 390
391 · 392 · 393 · 394 · 395 · 396 · 397 · 398 · 399 · 400
401 · 402 · 403 · 404 · 405 · 406 · 407 · 408 · 409 · 410
411 · 412 · 413 · 414 · 415 · 416 · 417 · 418
Inhalt
- [Der Geist des Christentums und sein Schicksal]
- [Der Geist des Judentums]
- [Grundkonzept zum Geist des Christentums]
- [Der Geist des Christentums]
[Der Geist des Christentums und sein Schicksal]
(1798-1800)
[Der Geist des Judentums]
Querverweis: Vgl. die FAQ Wie hält es Hegel mit dem Judentum?
1) Mit Abraham, dem wahren Stammvater der Juden, beginnt die Geschichte dieses Volks, d. h. sein Geist ist die Einheit, die Seele, die alle Schicksale seiner Nachkommenschaft regierte, er erscheint in verschiedener Gestalt, je nachdem er gegen verschiedene Kräfte kämpfte oder, wenn er durch Gewalt oder Verführung unterlag, durch Aufnahme eines fremdartigen Wesens sich verunreinigte; also in verschiedener Form der Waffenrüstung und des Streits oder der Art, wie er Fesseln des Stärkeren trägt; welche Form das Schicksal genannt wird.
1) Werkausgabe: Nohl S. 243-45; Schüler Nr. 77 (Sommer/Herbst 1798)
Von dem Gange, den die Entwicklung des Menschengeschlechts vor Abraham nahm, von dieser wichtigen Periode, in welcher die Roheit, die auf den Verlust des Naturzustandes folgte, auf verschiedenen Wegen wieder zur zerstörten Vereinigung zurückzukehren strebte, von diesem Gange sind uns nur wenige dunkle Spuren aufbehalten worden. Der Eindruck, den die noahische Flut auf die Gemüter der Menschen machte, mußte ein tief[es] Zerreißen und die Wirkung der ungeheuerste Unglaube an die Natur sein2), die vorhin freundlich oder ruhig, nun aus dem Gleichgewicht ihrer Elemente trat, den Glauben, den das Menschengeschlecht
2) Im Manuskript gestrichen: indem es für einen reingestimmten Menschen nichts Empörenderes gibt als den Anblick eines – es sei nach Urteil und Recht oder mit Unrecht – durch physische Übermacht, gegen die er keine Regung der Verteidigung haben kann, umgebrachten Menschen.
