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|121| darauf festzuhalten, aber eine Tugendreligion kann solche Formen aus Staatsverfassungen nicht annehmen; durch die Einschränkung des größten Ansehens auf eine bestimmte Anzahl wurde ein Ansehen von Individuen gegründet, und dieser Umstand wurde nachher in der Konstitution der christlichen Kirche, je mehr sich diese ausbreitete, immer etwas Wesentlicheres, machte Konzilien möglich, die nach der Mehrheit der Stimmen über Wahrheiten absprachen und ihre Dekrete der Welt als Glaubensnorm aufdrangen.
Ausschickung derselben ins Land
Ein anderer Umstand ist auffallend in der Geschichte Jesu – er schickte einmal eine größere und ein anderes Mal eine geringere Anzahl seiner Freunde und Zuhörer in Gegenden, die er selbst nicht zu bereisen und zu erleuchten Gelegenheit hatte. Beide Male scheinen sie nicht länger als einige Tage von ihm entfernt gewesen zu sein. In der kurzen Zeit, die sie auf diesen Reisen der Bildung und Besserung der Menschen widmen konnten, war es unmöglich, viel auszurichten. Höchstens konnten sie das Volk auf sich und ihren Lehrer aufmerksam [machen], die Geschichte seiner wunderbaren Taten verbreiten, aber für die Tugend keine großen Eroberungen machen; und eine solche Art, eine Religion zu verbreiten, kann nur einem positiven Glauben zukommen; für die Ausrottung jüdischen Aberglaubens und für die Verbreitung der Sittlichkeit konnte kein Gewinn entstehen, da Jesus selbst durch jahrelange Bemühung und Umgang seine vertrautesten Freunde noch nicht sehr weit gebracht hatte.
Auferstehung und Befehle nach seiner Auferstehung
Merkwürdig ist in dieser Rücksicht auch noch der Befehl, den Jesus nach seiner Auferstehung seinen Jüngern zur Ausbreitung seiner Lehre und seines Narnens gibt. So charakteristisch der rührende Abschied vor seinem Tode in dem
