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|129| der Worte Blut und Fleisch, Speise und Trank, Joh. 6, 47 ff., in metaphysischem Sinne, der selbst von Theologen für etwas hart erklärt worden ist.
Diese menschliche Bitte eines Freundes, der von seinen Freunden Abschied nimmt, wurde bald von den zur Sekte gewordenen Christen in ein Gebot, das den Befehlen der Gottheit gleich ist, die Pflicht, das Andenken des Lehrers zu ehren, die aus der Freundschaft freiwillig hervorgeht, in eine religiöse Pflicht und das Ganze in eine mysteriöse gottesdienstliche Handlung verwandelt, die an die Stelle der jüdischen und römischen Opfermahlzeiten trat, wobei die Armen durch die Freigebigkeit der Reicheren in den Stand gesetzt wurden, diese Pflicht auch zu erfüllen, die sie sonst dürftig oder mit Mühe verrichtet hätten, und die ihnen dadurch angenehm wurde. Bald wurde solchen Mahlzeiten zur Ehre Christi außer der Kraft, die jede gewöhnliche gesunde Mahlzeit auf den Körper, die eine freie Unterhaltung auf die Erheiterung oder hier fromme Gespräche auf die Erbauung hatten, eine hiervon unabhängige Wirkung zugeschrieben. Wie aber bei der Allgemeinerwerdung des Christentums eine größere Ungleichheit des Ranges der Christen stattfand, die zwar in der Theorie verworfen, aber in praxi beibehalten wurde, so hörte ein solches Fraternisieren auf, und statt daß [wie] ehemals hier und da die Klage geführt wurde, daß die Mahle der geistlichen Liebe zuweilen in Gelage und Szenen einer fleischlichen Liebe ausgeartet seien, so wurde nach und nach an der leiblichen Sättigung immer mehr und mehr abgezogen, dagegen das Geistliche, Mystische desto höher angeschlagen, und andere geringfügigere Empfindungen, die im Anfang dabei stattfanden, freundschaftliche Unterhaltung, geselliges Beisammensein, wechselseitige Öffnung und Aufheiterung der Gemüter kommen bei einem so erhabenen Genuß nicht mehr in Betrachtung.
